In dieser Ausstellung zeigt Hannah Bohnen einen neuen Werkansatz, der sich mit der Unmittelbarkeit der Linie auseinandersetzt — Linie als Zeichnung, als Strich, als Bewegung auf dem Trägermaterial.
Der Akt des Schreibens wird zu einem taktilen Vorgang. Das Material gelangt direkt aus der Tube oder aus der Hand der Künstlerin auf die Oberfläche. Die Linie entsteht aus dem Körper heraus.
In großen, raumgreifenden Bewegungen, die den ganzen Körper einbeziehen, wird gestrichen, geflickt, gerieben, gezirkelt. Die Linie ist nicht nur Spur, sondern Handlung. Sie tastet sich vor, überschreitet Grenzen, verheddert sich, zieht an, gibt nach.
In ihrer scheinbaren Harmlosigkeit liegt ein Risiko.
It’s all fun and games — until it’s not.
